Konferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“
IG Infrarot Deutschland e.V. lädt zur Konferenz rund um Chancen und Potenziale der Infrarotheiztechnik für leistbares Bauen und Sanieren ein ++ Keynote und Podiumsdiskussion mit Impulsen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus ++ Projektvorstellungen zeigen breites Spektrum von Anwendungen in Wohnungsbau, Gewerbe und Zweckbauten
Sauerlach, 21. Januar 2026. Die IG Infrarot Deutschland e.V. lädt zur Konferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“ am Donnerstag, 16. April 2026, in Würzburg ein. Im Fokus stehen Chancen und Potenziale durch Infrarotheiztechnik zum leistbaren, unternehmerisch und sozial verträglichen Bauen und Sanieren. Beleuchtet werden Perspektiven von Bauunternehmen und Investoren ebenso wie von Immobilienkäufern und -betreibern sowie Mietern.
Politik und Perspektiven von Verbänden
Den Auftakt zur vierten branchenübergreifenden Konferenz der IG Infrarot Deutschland macht ein Online-Grußwort von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. In der anschließenden Keynote „Wenn ich Bundesbauminister wäre“ präsentiert Thomas Gerl, Vorstand des BFW Landesverbandes Bayern e.V., Impulse zur Belebung des Wohnungsbaus. Sie sind auch Input für die darauffolgende Podiumsdiskussion zum Thema „Wie kommen wir schnell und günstig zu bezahlbarem Wohnraum und welche Rolle spielt preiswerte TGA dabei?“ Es diskutieren:
- Kerstin Stratmann – Geschäftsführerin ZVEI e.V., Fachverband Gebäudeenergie/Bereich Gebäude
- Thomas Gerl – Vorstand, BFW Landesverband Bayern e.V.
- René Ebert – Geschäftsleitung Technik & Projekte, VdZ Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V.
- Heiko Schwarzburger – Chefredakteur „photovoltaik“
- Christoph Weiland – Vorstand, IG Infrarot Deutschland e.V.
Praxisbeispiele mit Infrarotheizungen in großen Immobilien
Nach der theoretischen Einführung am Vormittag dreht es sich am Nachmittag um Praxisbeispiele im Wohnungs-, Gewerbe- und kommunalen Bau. Die Referenten erläutern, wie Infrarotheizsysteme – in fast allen Projekten in Kombination mit Photovoltaik – die Bauvorhaben preiswerter gemacht haben, zur schnelleren Realisierung beitrugen und für niedrigere laufende Kosten sorgen.
Die Bandbreite der Projekte beginnt bei einem 2020 fertiggestellten Mehrgenerationenhaus, das in nur acht Monaten in serieller Bauweise errichtet wurde. Die 56 Wohnungen werden ausschließlich mit Infrarotheizungen beheizt. Ein weiteres Projekt ist ein Gebäudeensemble, das mit dem Ziel der Verbindung von Architektur, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung umgebaut und erweitert wurde. Das vollelektrisch versorgte Gebäude beherbergt nun 26 geförderte barrierefreie Wohnungen, ein medizinisches Versorgungszentrum und eine Backstube mit Café.
Vorgestellt werden auch ein neu errichtetes Wohnquartier für Geflüchtete und die Sanierung einer alten Lederfabrik zu einem modernen, energiesparenden Mehrfamilienhaus. In einem weiteren Projekt wurde ein Mehrfamilienhaus aus den 1920er Jahren zum klimaneutralen Studentenwohnheim saniert. In einem Geschosswohnungsbau wurde die alte Gasetagenheizung durch eine elektrische Hybridlösung mit Infrarotheiztechnik ersetzt.
Kombination von Infrarotheizung und Photovoltaik
Die Kombination von Infrarotheizung und Photovoltaik ist ideal, um CO2-freien und kostengünstigen Solarstrom für das elektrische Heizsystem, den Haushalt und E-Mobilität zu erzeugen. Infrarotheizungen sind deshalb auch ein attraktives neues Geschäftsfeld für Solarinstallateure und Elektriker. Heiko Schwarzburger, der die Photovoltaik-Branche seit mehr als 20 Jahren in seiner Funktion als Chefredakteur begleitet, beleuchtet in dem Abschlussvortrag „Infrarot-Heiztechnik: Auf dem Weg zum Massenmarkt“, wie sich Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Lithiumspeicher seit dem Jahr 2000 etabliert haben und wo Infrarotheizungen heute stehen.
„Bezahlbarer Wohnraum lässt sich im Neubau ebenso wie im zu sanierenden Bestand sehr gut mit seriellen und modularen Bauweisen wirtschaftlich realisieren. Entscheidend ist zudem eine möglichst hohe energetische Autarkie am Objekt, denn sie schafft stabile Renditen und damit die Voraussetzung für dauerhaft günstige Mieten und Mietnebenkosten“, sagt Lars Keussen zu dem diesjährigen Fokus der Konferenz. „Eine einfache, kosteneffiziente und wartungsfreie Gebäudetechnik mit Infrarotheizungen führt in modernen Gebäuden aufgrund des geringen Heizwärmebedarfs zu niedrigen Energiekosten beim verbleibenden Netzbezug.“
6. Runder Tisch der Infrarotheizungsbranche
Am Vortag, Mittwoch, 15. April 2026, findet der mittlerweile traditionelle „Runde Tisch der Infrarotheizungsbranche“ statt. Zu dem brancheninternen Austausch mit Vortragsprogramm treffen sich Mitarbeitende in der Infrarotheizungsbranche sowie Fachleute anderer Branchen, die sich schwerpunktmäßig mit Infrarotheizungen beschäftigen. Ein Highlight im diesjährigen Programm ist der Vortrag „Vom GEG zum GMG: Neues im Gebäudemodernisierungsgesetz“ von Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz, Geschäftsführer des ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden.
Gelegenheit zum Netzwerken und Austausch bietet das Get-together am 15. April 2026 abends in einem Würzburger Wirtshaus.
Der 6. Runde Tisch der Infrarotheizungsbranche findet am Mittwoch, 15. April 2026 von 11.00 bis 17.30 Uhr im Best Western Premier Hotel Rebstock, Neubaustraße 7 in Würzburg statt, die Konferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“ am Donnerstag, 16. April 2026, von 9.30 bis 17.00 Uhr am gleichen Ort.